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Den Anforderungen rasch gerecht werden


Seit der Energiewende wachsen die Herausforderungen an Versorger und Netzbetreiber buchstäblich mit jedem Tag. Das komplexe Regelwerk rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist permanent in Bewegung – wobei häufige regulatorische Änderungen von den Versorgungsunternehmen ebenso häufige Prozessanpassungen verlangen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, bietet IQone gemeinsam mit Sopra Steria Consulting eine flexible SaaS-Lösung für Energieversorger auf der Basis von „SAP Business One“ und „SAP HANA“.

Die Anforderungen an Versorger und Netzbetreiber wachsen permanent – schon allein aus Gründen des sich ständig verändernden Regelwerks rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die regulatorischen Änderungen ziehen naturgemäß stetige Prozessanpassungen nach sich. Innerhalb kürzester Zeit brachten beispielsweise diverse Gesetzesnovellen allein mit Blick auf die Vergütungsvorschriften unter anderem:

  • die Einführung einer 30-Prozent-Grenze für die Bewertung der Rückvergütungsmenge beim Solarstrom-Eigenverbrauch

  • Änderungen der sogenannten Leistungsstufen zur Solarstrombewertung

  • die Abschaffung der Eigenverbrauchsvergütung

  • neue Direktvermarktungsformen

  • Neuregelungen beim Einspeise-Management

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Doch auch ohne Vollständigkeit wird klar, dass konventionell strukturierte On-Premise-Anwendungen mit dieser Regelungsdynamik auf Dauer nicht schritthalten können. Die Folge: Der ausufernde Aufwand für notwendige Systemanpassungen erhöht stetig den Kostendruck und schmälert im selben Maß die Margen. Wie eine Forsa-Umfrage für den Branchenkompass von Sopra Steria Consulting im vorigen Jahr ergab, beklagen deutsche Energieversorger anhaltend hohe Prozesskosten insbesondere im Umfeld ihrer Marktkommunikation, der Formulargestaltung und bei der Markteinführung neuer Produkte.

Anpassungsfähige IT – ein überlebenswichtiger Wettbewerbsfaktor
Hinzu kommt der technologiegetriebene Marktumbruch, ausgelöst vor allem durch die fortschreitende Konvergenz von IT- und Versorgungsinfrastrukturen – Stichwort: Smart Energy. Im Energiesektor hängt die Wettbewerbsfähigkeit daher immer stärker vom Tempo ab, mit dem zum Beispiel neue Smart-Meter-Angebote auf den Markt gebracht werden können. Das aber heißt, dass die dafür erforderlichen Backend-Prozesse entsprechend schnell, standardisiert und damit kostenarm implementiert werden müssen. Die Grundvoraussetzung dafür wiederum sind eine weitgehende Standardisierung, um gemeinsam mit anderen Energieversorgern Synergieeffekte bei Weiterentwicklung und neuen Entwicklungen heben zu können. Die Automatisierung von Prozessen ist laut Branchenkompass von Sopra Steria Consulting für 64 Prozent der befragten Versorger und Netzbetreiber eine Herausforderung, die dabei eine bedeutende Rolle spielt.

Gerade in dieser Hinsicht erweisen sich die im Energiesektor heute etablierten Softwaresysteme als äußerst problematisch: Zur Zeit ihrer Entwicklung war die aktuelle Marktdynamik kaum absehbar. Die meisten Systeme wurden ursprünglich nicht dafür ausgelegt, zum Beispiel Abrechnungs- und Lieferantenwechsel-Prozesse flexibel umgestalten zu können. Im Gegenteil: Mit jeder Funktionsanpassung wächst die Komplexität immer weiter an. Klassische Versorger-Lösungen werden im Lauf der Zeit immer schwerfälliger und kostenintensiver. Entsprechend schwieriger wird es zudem, die Compliance der eigenen Systeme und Prozesse mit wechselnden regulatorischen Vorgaben zeitnah und zuverlässig herzustellen. Eine Studie der Universität Hamburg in Kooperation mit Sopra Steria Consulting identifiziert in diesem Kontext „Digital Compliance“ als eine sogenannte Pflichtdisziplin für digitale Exzellenz. Dabei deuten die Studienautoren den Begriff der digitalen Exzellenz als das Ziel einer Unternehmenstransformation, die mit einer grundlegenden Flexibilisierung des gesamten Ablaufgefüges einhergeht und somit zu mehr Agilität und Kundennähe führt.

Modular und zukunftssicher
Ausgehend vom Leitbild der digitalen Exzellenz beschloss die Berliner IQone GmbH, ihre gleichnamige Softwarelösung für die Energiewirtschaft von vornherein so aufzubauen, dass eine hochflexible Prozessgestaltung nach dem Baukastenprinzip möglich ist. Als Hebel zur nachhaltigen Prozesskostenreduktion verwirklicht das Konzept neben dem modularen Prinzip zugleich einen konsequent standardbasierten Automatisierungsansatz. Und zwar so, dass die Lösung den Anforderungen eines kommunalen Versorgungsunternehmens ebenso gerecht wird wie dem Bedarf eines Verteil- oder Übertragungsnetzbetreibers.

Als Fundament der neuen Lösung wählte IQone das Mittelstandsystem SAP Business One – wobei die Walldorfer Komponenten für Enterprise Ressource Management (ERP) und das Customer Relations Management (CRM) durch branchenbezogene Funktionen insbesondere für versorgungsspezifische Abrechnungsverfahren, das Forderungsmanagement und die Marktkommunikation erweitert wurden. Wichtig dabei: Sämtliche Softwareerweiterungen sind so aufgebaut, dass kundenindividuelle Workflow-Anpassungen nach jedem Release-Wechsel weiterhin Bestand haben. Nur unter dieser Prämisse kann IQone langfristig die Zukunftsfähigkeit einer jeden Kundenlösung garantieren und den von Sopra Steria Consulting präferierten Software-as-a-Service (SaaS) für alle Kunden unterstützen. Quasi nebenbei profitieren Anwender zudem von der technologischen Fortentwicklung des Standardsoftwarefundaments durch die SAP.

Rücken frei fürs Kerngeschäft
Als Datenbankgrundlage dient SAP HANA. Die Entscheidung für die marktführende In-Memory-Datenbank steht in engem Zusammenhang mit der Tatsache, dass die neue Lösung als SaaS bereitgestellt wird. Dank SaaS können Energieunternehmen die IQone-Lösung nutzen, ohne selbst mit IT-Investitionen in Vorleistung gehen zu müssen. Stattdessen fallen als Kosten für die Software ausschließlich nutzungsabhängige Gebühren an. Zugleich befreit das SaaS-Modell die IQone-Anwender von der Notwendigkeit, eine eigene IT-Landschaft unterhalten und aufwendig weiterentwickeln zu müssen. Netzbetreiber und Versorger gewinnen dadurch neuen Handlungsspielraum in Form von Manpower und liquidem Kapital. So können sie sich voll und ganz auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren.

Das strategische Votum zugunsten von SAP HANA sorgt für nahezu unbegrenzte Skalierbarkeit der Multi-Mandanten-Lösung von IQone. SAP HANA garantiert stabile Performance über mindestens zwei Jahrzehnte hinweg – egal, in welchem Ausmaß währenddessen das Datenvolumen bei den SaaS-Anwendern wächst.

Allerdings stellt sich wie bei jeder Investition in neuartige Outsourcing-Lösungen auch beim IQone-SaaS die Frage, wie es um die Outsourcing-Bereitschaft der Zielgruppe bestellt ist. Auch dazu gibt der Branchenkompass von Sopra Steria Consulting Auskunft: Laut Umfrage plant die Mehrheit der deutschen Energieversorger, ausgewählte Geschäftsprozesse an spezialisierte Partner auszulagern.

Usability steigert Prozesseffizienz
Als Hosting-Partner für das komplette SaaS-Angebot arbeitet IQone mit Sopra Steria Consulting zusammen. Dabei kommt der Lösung nicht nur eine hochmoderne Outsourcing-Infrastruktur mit entsprechender Betriebskompetenz zugute, sondern auch entsprechendes Branchen- und Prozess-Know-how. Das ist notwendig, denn neben verringerten Infrastrukturkosten zielt der IQone-Einsatz durch den Standardisierungsansatz vor allem auch auf nachhaltig reduzierte Prozesskosten. Erhebliches Einsparpotenzial mobilisiert die Lösung diesbezüglich allein schon durch die direkte CRM-Integration, weil Vertriebsdaten somit ohne Schnittstellen in die Abrechnung unmittelbar zur Verfügung stehen.

Parallel dazu ermöglicht das „IQone Process Management Center“ (PMC) mit seiner zeitgemäßen Kacheloptik eine hocheffiziente Bearbeitung aktiver Kundendaten. PMC ist so etwas wie das Cockpit der Software, in dem sämtliche prozessrelevanten Informationen über alle angedockten Applikationen hinweg systemübergreifend zur Verfügung stehen. So genügt beispielsweise die Eingabe einer Schlüsselnummer wie die Vertrags- oder Kundenkennung, um sämtliche Informationen zum betreffenden Vertrag oder Kunden in übersichtlich gebündelter Form zu erhalten. Von hier aus kann der Mitarbeiter direkt zu einer gewünschten Aktion verzweigen, ohne erst langwierig zwischen verschiedenen Applikationen hin- und herwechseln zu müssen. So ein Absprung in andere Lösungskomponenten ist in jedem Prozessschritt möglich, etwa von der Avis-Bearbeitung direkt zu einem reklamierten Kundenkonto. Für höhere Produktivität sorgt im Alltag nicht zuletzt auch die nahtlose Integration von Microsoft Outlook – eine vertraute Lösung, die firmenweit eine einheitliche Sicht auf Termine, Aufgaben und Adressen gewährt.

Verbesserte Compliance und höhere Datenqualität
Anders als bei klassischen Versorgerlösungen umfasst IQone ein ganzheitliches Vertragsmanagement, das die Abbildung von versorgungsbezogenen, -nahen und -losen Vertragsbeziehungen erlaubt. Auch eine Verknüpfung über Rahmenverträge zur übergeordneten Zuweisung diverser Konditionen und Vertragsparameter ist möglich – zum Beispiel Sonderkonditionen für Großkunden oder Abbildung von Bündelkunden. Der systemseitige Produktmanager ermöglicht es Nutzern auch ohne Programmier- und Customizing-Kenntnisse, Rechnungsbestandteile, Preise, Mengenaufteilungen, Sondervereinbarungen, Rabatte oder ähnliches zu bestimmen. Alle Eingabemasken lassen sich – ebenso wie das gesamte Ablaufgefüge – an individuelle Anforderungen anpassen

– wobei allgemeine Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen von IQone im Hintergrund eingearbeitet und via SaaS automatisch bereitgestellt werden. Das betrifft unter anderem regelmäßige Formatanpassungen der Bundesnetzagentur sowie die Änderungen gesetzlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (SEPA, RC-Verfahren, EEG, EnWG, etc.). Die automatische Umsetzung diesbezüglicher Regeländerungen durch den SaaS-Betreiber entlastet Unternehmen nicht nur von beträchtlichem Aufwand, sondern stellt zudem die termingerechte Systemanpassung an veränderte regulatorische Anforderungen sicher, sodass sich der Nutzer nur noch um die unternehmensinternen Teststellungen der Prozesse kümmern muss. Im Sinne der digitalen Exzellenz liefert der SaaS von IQone einen wichtigen Teil der Voraussetzungen für die Pflichtdisziplin „Digital Compliance“ sozusagen gratis frei Haus.

Das Integrationsmodell auf Basis von SAP HANA ermöglicht eine äußerst kompakte Datenhaltung. Denn sämtliche Informationen sind redundanzfrei in ein und derselben Datenbank gespeichert: Kontakte und Interessentendaten aus dem Vertrieb genauso wie Regionaldaten und Geräteinformationen, Ablese- und Abrechnungsdaten sowie Kundeninformationen aus dem Kernsystem. Somit hat jede Lösungskomponente einen unmittelbaren Datenzugriff ohne Umweg über Schnittstellen – was die Fehleranfälligkeit senkt und die Datenqualität erhöht.

Als externe Datenquellen bindet IQone zahlreiche weitere Lösungen über bewährte Standardschnittstellen ein – darunter Systeme der Meldeauskunft, der Schufa, die ENET-DB und diverse Onlineportale. Dank einer Vielzahl vorgefertigter Templates gelingt die Neuinstallation von IQone oft schon innerhalb von nur 14 Tagen. Hohes Tempo legt die Lösung auch beim Design neuer Angebote vor. Auch deshalb, weil der integrierte Produktmanager von IQone keinerlei Programmierkenntnisse verlangt. Hohe Geschwindigkeit beim Markt-Rollout neuer Services ist übrigens auch ein Kennzeichen für digitale Exzellenz. Und – wie eingangs erwähnt – ein zunehmend wichtiger Erfolgsfaktor im Wettbewerb der Energiewirtschaft.

Author: Olaf Dietze - Vertriebsleiter der IQone GmbH, Michael Niebergall - Manager SaaS & Cloud in der Business Unit Energy bei Sopra Steria Consulting